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Filmmusik - Mehr als nur Hintergrund Gedudel?

Filmmusik. Niemand kann sich einen Film ohne eine dazu passende Musik vorstellen. Sie verstärkt Emotionen, lässt Spannung aufkommen und macht Filme lebhafter. Doch was ist eigentlich "Filmmusik" und wer schreibt diese ?
Wer sind bekannte Interpreten oder welche ist die bekannteste Filmmusik? Die Wenigsten kennen darauf eine Antwort.
Die Entstehung von Filmmusik
Ihre Anfänge, findet die Filmmusik überraschenderweise bereits im frühen 19. Jahrhundert. Damals waren die erste Filme noch Stummfilme, welche durch ein Pianostück untermalt wurden. Als Innovatoren galten damals die "Gebrüder Lumière", welche 1895 zu ihren Filmen ein Pianisten spielen ließen. Der Gebrauch von
Filmmusik hatte unterschiedliche Gründe, zum Beispiel wollte man so das Rattern des Projektors übertönen. Oftmals waren die ersten Stummfilme ohne Musik langweilig oder wurden als verwirrend empfunden. Die musikalische Untermalung lockerte den Film auf und brachte Struktur und Klarheit in das Geschehen.
Nach dem die Blütezeit des Stummsfilms 1930 vom frühen Tonfilm abgelöst wurden war, änderte sich auch gleichzeitig die Filmmusik.
Der erste lange Tonfilm weltweit kam 1927 unter Regie der Warner Bros. und hieß "Der Jazzsänger." Der Film handelt wie der Titel schon sagt vom dem Aufstieg eines Jazzsängers. Dementsprechend war auch die Musik zum Film. Dass der Film später durch seine Orchstermusik des 19. Jahrhundert den typischen Hollywoodsound bestimmen würde konnte jedoch niemand ahnen.
Zunehmend wurden nun Filme mit Musik versehen. Die Musik vorher einzufügen hatte den entscheidenden Vorteil, dass die Musik perfekt auf den Film bereits im Vorraus angepasst werden konnte. So wurden zum Beispiel melancholische Handlungen mit einer traurigen Musik untermalt oder spannende Handlungen durch ein Streicher Ensemble begleitet.
Zu Kriegszeiten wurde besonders von den Nationalsozialisten jeder Film mit einer Millitärmusik unterlegt.
Ab 1950 wurde es dann modern Filme mit Rock'n Roll Musik oder Popmusik zu unterlegen. Später kamen noch Elektronische Intstrumente wie ein "Drumcomputer" zum Einsatz. In den folgenden Jahren entwickelte sich so die uns bekannte Filmmusik.


Wirkungsweise der Filmmusik
Musik in Filmen lässt uns am Geschehen und der Handlung teilhaben. Sie vermittelt Emotionen und baut bestimmte, grundlegende Elemente eines Filmes auf. Ein Beispiel dafür ist die Spannung. Wenn man sich vorstellt, dass ein Horrorfilm ohne die dazu passende Musik jede Wirkung verfehlen würde, wird einem bewusst wie wichtig die Musik in Filmen ist. Ein weiteres Beispiel wäre der Film "Titanic", der ohne seine melancholische Musik von "Celion Dion" jegliche, traurige Stimmung verlieren würde.
Im Unterbewusstsein verstärkt also Filmmusik die Bilder und lässt uns mitfühlen, ohne dass wir es wirklich wahrnehmen.


Die Techniken der Filmmusik
Wichtig ist, dass die Filmmusik in drei grobe Techniken unterteilt wird. Das ist einmal die Leitmotivtechnik, bei der verschiedene Rollen, Orte oder Gegenstände in einem  Film eine eigene Musik zugeordnet bekommen welche diese respräsentiert. Ein Beispiel hierfür ist "Das Auenland aus Herr der Ringe", da es eine eigene Musik hat(Lord of the Rings: Symphony - Shire).
Eine weitere Technik ist das Underscoring, beim dem das Geschehen im Film synchron durch eine Musik unterlegt wird.
Die letzte Technik ist die Mood-Technik, welche den Bildern eine musikalische Stimmung zuordnet. Beispiel hierfür "Titanic-My heart will go on"

Bekannte Komponisten
Einer der bekanntesten Komponisten der Gegenwart ist Hans Zimmer. Er schrieb die Musik zu "König der Löwen","The Gladiator" oder auch die Musik zu" Fluch der Karibik 1-3".
Seine Musik ist hauptsächlich orchstrale Musik, welche nicht immer traurig sein muss. Ein Beweis dafür ist das Stück zum Film "Madagascar".
Ein weiterer bekannter Komponist ist Howard Shore, der die Musik zu "Herr der Ringe 1-3", "Panic Room" oder "The Aviator" schrieb.
Ein weiterer bekannter Komponist ist John Williams, mit dem bekannten Star Wars Theme.

Letztlich bleibt zu sagen, dass Filme ohne eine musikalische Untermalung nicht authentisch wirken würden und wir froh sein können, dass es die Filmmusik gibt....

Quellen: Eigene Erfahrung
            Wikipeia
           Filmmusik-info.de


Photo:Wikimedia Commons


4.82 mit 11 Stimmen *****

Musik, Film, Fimmusik, Hans Zimmer, Moviethemes 30.05.2010 - 0 Abonnenten - 141 mal gelesen

Kommentare:

YK schrieb:

30.05.2010

Guter Artikel! :]
Flauschiii schrieb:

30.05.2010

GUT =) Sehr interessant =)
Donikkl schrieb:

31.05.2010

Oh bitte noch John Williams mit Star Wars erwähnen ;)
Rewind schrieb:

31.05.2010

Schon geschehen ;)
Maggi schrieb:

02.06.2010

Liebe Filmmusik und Musik aus Computerspielen ist auch oft sehr gut. Z.B. Yann Tiersens Stücke in "Die fabelhafte Welt der Amélie". Immediate Music spezialisiert sich zwar auf Trailer, macht aber eindeutig was her :verliebt Außerdem fallen mir gerade die Soundtracks von >>The Elder Scrolls III: Morrowind<< ein, die einfach super waren (ja ist schon lang her ;)) Leider gehen die Interpreten dieser Musikstücke oft unter, weil sie eben im Hintergrund stehen und meist nur zur Untermalung dienen. Deshalb erreichen sie selten den Ruhm, den sie verdienen.. schöner Artikel! =)
Bone schrieb:

03.06.2010

Interessanter Artikel :), aber....

Die letzten beiden Sätze von xSnow gefallen mir ganz besonders. Man könnte über jeden einzelnen Komponisten der Filmmusik einen eigenen Artikel schreiben. Ich denke, so gebührt man ihnen den Ruhm, der ihnen wirklich zusteht. Ohne Filmmusik wäre ein Film heutzutage nichts Wert!


Jetzt muss ich nochmal auf das aber zurückkommen. Ich würde eher John Williams als den Komponisten einstufen, der wirklich nur mit dem klassischen Sinfonieorchester super Filmmusik komponiert. Grund dafür ist, dass Hans Zimmer unter anderem in PotC - Dead Man's Chest mehrere zusätzliche  Instrument verwendet.
FrenchRose schrieb:

09.06.2010

sehr gut :top
SmallCrumb schrieb:

17.06.2010

John Williams ist toll :]
Rockefeller schrieb:

07.02.2011

JUSTIN BIEBER